Artikel 4 von 8 der Artikelserie: Die Jahresplanung ist ein wichtiger Bestandteil des Vermögensaufbaus

© Onypix - Fotolia.comAbschließend zum letzten Artikel möchte ich noch etwas ergänzen. Wenn laut Planung das Ziel lautete, 20.000 Euro zu erreichen, dann wurde das Ziel in beiden Varianten erfüllt und in einer evtl. dritten Variante sogar deutlich übererfüllt. Selbst wenn die oft zu erreichende Million eigenhändig anspart oder aufgrund fehlendem Finanzwissen mit keiner vernünftigen Rendite vermehrt wurde – das Ziel wurde erreicht! Auch die Zielerreichung mit schlechtem Money-Management, falschem Risikobewusstsein, Glück oder sonst etwas – das Ziel wurde erreicht! Wie? – das spielt für mich als die Person die es geschafft hat, keine Rolle.

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Was ich allerdings schon im Auge behalte, ist die Rendite der einzelnen Investments die ich während der langen Zeit meines Vermögensaufbaus tätige. Bei allen abgeschlossenen Transaktionen weiß ich selbstverständlich wie gut oder schlecht ich abgeschnitten habe. Welche Trades liefen gut und welche schlecht und wie hoch waren die Gewinne oder Verluste. Wichtig ist auch eine kontinuierliche Wertsteigerung sämtlicher langfristigen Wertpapiere im Depot. Für mich ist es aber ein Unterschied ob ich eine einzelne Wertpapierposition betrachte oder das große Ganze im Auge behalte.

Um das Hauptziel nicht aus den Augen zu verlieren – Erreichung der finanziellen Unabhängigkeit im Jahr X – ist eine langfristige Planung sehr wichtig. Dafür habe ich mir zu Beginn meines Vermögensaufbaus einen Jahresplan erstellt, welcher Bestandteil meiner Finanzchronik ist.

Der Jahresplan stellt alle einzelnen Jahre mit Monatswerten dar, bis hin zum Zieltag. Das können mehrere Jahrzehnte sein, je nach definiertem Ziel. Wenn ihr wie aus unserem Beispiel in 20 Jahren aus 10.000 Euro zum Beispiel 1 Million Euro machen wollt, dann zeigt euch eine detaillierte Jahresplanung genau wie viel Geldzuwachs pro Jahr erreicht werden müssen. In der Planung ist es erst einmal nicht entscheidend wie das geschehen soll. Ein Jahresziel kann dann zum Beispiel sein, aus 20.000 Euro müssen 25.000 Euro werden.

Wenn man nun in der ersten Januarwoche 5.000 Euro im Lotto gewinnt, dann hat man das Jahresziel bereits erreicht und kann nun entweder den Rest des Jahres entspannt sein, sich mal was leisten, weniger sparen und sein Kapital in Geldanlagen umschichten die deutlich weniger Rendite abwerfen, dafür aber mit weniger Risiko behaftet und weniger volatil sind. Einfach nur, weil man sein Ziel bereits erreicht hat.

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Ich wiederum würde in so einem speziellen Fall die Chance nutzen und meinen Jahresplan um die 5.000 Euro anpassen und einen neuen Zielwert definieren. Wenn das neue Ziel geschafft werden kann, dann haben die 5.000 Euro dazu beigetragen, dass ich entweder mein Endziel deutlich früher erreiche als ursprünglich geplant oder ich zum Stichtag mehr Kapital zur Verfügung habe. In der ersten Variante wäre keine vorzeitigere Endzielerreichung möglich gewesen. Man muss sich in solchen Fällen immer zwischen weniger Risiko und mehr Sicherheit auf der einen und mehr Chancen und besserem oder vorzeitigem Endergebnis auf der anderen Seite entscheiden.

Aber nun zurück zur Jahresplanung. Im nächsten Artikel schreibe ich euch, wie ich damals am Anfang meine erste Jahresplanung erstellt habe. Die wichtigste Frage die zuerst geklärt werden musste: Wie viel Geld werde ich wann brauchen? Überlegt euch das schon mal, dann könnt ihr euch auch den Jahresplan downloaden und eure eigenen Planungszeiträume erstellen.