Nachdem der Goldpreis in den letzten 12 Jahren kontinuierlich im Schnitt zweistellig pro Jahr gewachsen ist, gab es in diesem Jahr die erste große Korrektur. Aber nicht nur der Preisverfall war in diesem Jahr sehr groß, auch die Volatilität hat stark zugenommen. In den Medien ist seit langem schon von einer Goldblase zu lesen. Für eine Blase haben sich die Kurse aber nicht so entwickelt wie in der Vergangenheit. Denn kurz vor dem platzen einer Blase, steigen in der Regel die Kurse extrem stark an, um kurz darauf wieder in sich zusammenzufallen. Dies war weder beim Gold noch beim Silber der Fall. Charttechnisch betrachtet handelt es sich eher um eine ausgedehnte Korrektur, als einen Crash. Und was 12 Jahre lang boomt, kann auch mal 3 Jahre lang konsolidieren. Mit dem Ziel dann weitaus höhere Kurse zu erreichen.

Der Goldpreis ist auch immer wieder abhängig von der Geldpolitik. Und solange die US-Notenbank weiterhin fleißig Geld druckt, solange wird der Goldpreis steigen während der Dollar fällt und die Inflation steigt. Erst wenn der Geldhahn zugedreht wird, dreht sich der Spieß um. Gut zu sehen war dies als die amerikanische Notenbank Fed vor einigen Monaten ein Ende der Anleihen-Aufkäufe in den Raum gestellt hat.

Günstig an Auslandsbörsen handeln

Wie sich Kleinanleger verhalten sollen oder müssen ist leider schwer zu sagen. Mit Blick auf viele Jahre in die Zukunft sollte der Goldpreis weiter steigen. Kurzfristig ist allerdings weiterhin mit einer hohen Volatilität zu rechnen. Ich sehe meine Investments in Gold und Silber nicht als Geldanlage die vergleichbar mit Aktien oder Fonds ist. Vielmehr ist physisches Gold und Silber eine Art Versicherung für mich, um damit die Risiken meines Gesamtdepots abzusichern. Selbst wenn Edelmetalle den größten Crash aller Zeiten erleben würden, meinem Vermögen würde dies nur einen geringen Schaden zufügen. Wenn aber Aktien- und Anleihemärkte unter Druck geraten ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Edelmetalle, als letzter sicherer Zufluchtsort ein Großteil der Kursverluste auffangen.

In der Theorie ist das alles immer sehr einfach. Wie verhalte ich mich im Moment am Edelmetallmarkt? Meine Gold und Silberpositionen habe ich von den Prozentzahlen in meiner Vermögenstabelle neu aufgeteilt. 8% meines Vermögens welches für Edelmetalle vorgesehen ist, verteile ich wie folgt. Für 2% des Budgets halte ich dauerhaft physisches Gold und Silber in Form von Münzen. Einmal gekaufte Münzen verkaufe ich nicht mehr. Je nach Vermögensstand kaufe ich bei Bedarf neue Münzen hinzu. Die nächsten 2% investiere ich online in Xetra-Gold oder auf BullionVault. Diese Edelmetalle halte ich nicht in physischer Form. Die Online Variante hat den Vorteil, dass ich in gewissen Marktsituationen Anteile meines Goldes und Silbers sofort auf Knopfdruck veräußern kann. Durch diese Möglichkeit bin ich nicht gezwungen meine Münzen zu veräußern. Die restlichen 4% meines Edelmetallbudgets investiere ich die weltgrößten Minenaktien die auch Dividenden zahlen. Im Musterdepot 1 halte aktuell beispielhaft Newmont Mining sowie Barrick Gold.

Ich hoffe ich konnte euch einen groben Einblick geben, wie ich privat mit meiner Edelmetall-Rubrik umgehe. Wie diversifiziert ihr eure Edelmetallpositionen?