Wikifolio LogoBevor in Kürze die Auswertung zum Musterdepot 2 folgt, möchte ich gern noch etwas persönliches loswerden. In den letzten zwei Wochen durfte ich neue Erfahrungen sammeln, mit denen ich so im Vorfeld nicht gerechnet hatte. Ich dachte mir vor etwas mehr als einem Jahr, dass es praktisch wäre meine Musterdepots bei Wikifolio zu starten um, mit den technischen Möglichkeiten und für alle transparent, meine Trades abzuwickeln. Im ersten Jahr seit dem Start klappte dies auch problemlos. Das Musterdepot schraubte sich bis auf 100% nach oben, obwohl es zwischendurch immer wieder mal kleinere Rücksetzer gab. Es gab auch etliche Aktien-Wechsel im Depot die mal positiv und manchmal auch negativ waren. Unabhängig davon, konnte ich in Ruhe meine Arbeit machen. Diese besteht darin, interessante Trades ausfindig zu machen, diese in der Praxis an der Börse umzusetzen und hier im Blog zu kommunizieren. In letzter Zeit bin ich sogar dazu übergegangen, des Öfteren Kommentare direkt bei Wikifolio einzustellen. Als jährliches Performance-Ziel habe ich mir bewußt einen realistischen Wert von 20% gesetzt. Für die Art und Weise wie ich im Musterdepot 2 trade, ist dieser Wert keine Utopie und kann mit etwas Fingerspitzengefühl auch in Bärenmärkten erreicht werden. Das Musterdepot hatte nun nach 12 Monate ganze 100% auf dem Tacho. Damit bin ich natürlich mehr als zufrieden gewesen. Entspricht dieser Wert in etwa ja auch einer Performance die ich eigentlich erst in 5 Jahren erreichen wollte.

Günstig an Auslandsbörsen handeln

Warum lief eigentlich alles so ruhig und sorgenfrei? Ganz einfach, bis zum 14.8.2013 war das Wikifolio nicht inverstiertbar und somit konnte niemand von der Performance profitieren. Bis dahin lag das Depot bereits mit ca. 75% im Plus. Nach und nach wurden dann die ersten Anteile des Musterdepots verkauft. Die Performance stieg glücklicher Weise weiter. In der Spitze bis auf 127% bis vor wenigen Tagen. In der Spitze lagen bereits gute 250.000,- Euro im Wikifolio. Geld von Anlegern die (wie an der Börse üblich) mir persönlich nicht bekannt und fremd sind. Bis vor zwei Wochen, hat sich mir auch noch nie ein Käufer des Zertifikats persönlich vorgestellt, geschweige denn mal meine bisher geleistete Arbeit gelobt oder zumindest in einer anderen Art und Weise wertgeschätzt. Es ist ja nicht so, dass ich das zwingend brauche. Nein, ganz und gar nicht, aber es tut trotzdem mal gut positive Reaktionen zu bekommen. Ich fasse zusammen: Nach etwas mehr als einem Jahr und einer Performance von 127% gab es keine Meinungsbekundungen jeglicher Art die direkt auf die Trades meines Wikifolio abzielten. Nun, einige Tage später, sitze ich an meinem Rechner und muss mir Gedanken machen, wie ich in einem (diesem) Artikel den Lesern meines Blogs div. Vorkommnisse näher bringen kann.

Seit dem die beiden letzten Musterdepotwerte EADS und Manz mehr oder weniger stark korrigiert haben und das Musterdepot vom Höchstwert ca. 11% verloren hat, brennt bei mir der Posteingang. Ich weiß gar nicht so recht wie ich das einordnen soll, denn der Großteil der Zuschriften (Mails und Kommentare) erfolgten anonym, beinhalteten Beschimpfungen und Beleidigungen oder es wurden detaillierte Rechtfertigungen für meine Trades erwartet. Das muss man sich mal beispielhaft vor Augen führen. Jemand kauft Anteile an einem Fonds oder einem Unternehmen und sobald die Performance mal nachlässt, wird gleich der CEO bzw. der Fondsmanager der DWS (als Beispiel) angeschrieben und beschimpft. Besser noch, man erwartet detaillierte Erklärungen warum was gemacht oder nicht gemacht wurde. Dazu soll man sich noch für zukünftiges handeln genauestens erklären. Selbst irrationale Dinge werden einfach beiseite gewischt und als Selbstverständlichkeit dargestellt. Ein Beispiel: Mir wurde vorgeworfen, warum ich die EADS-Aktie verkauft habe, obwohl sie doch jetzt erst kurstechnisch explodiert ist. Ich hätte ja noch Verständnis gehabt, wenn dieser Kommentar VOR der Kursexplosion gekommen wäre. Aber nein, er kam erst als die EADS-Aktie wieder über 53 Euro notierte. Das wäre vergleichbar mit einem Kommentar am Sonntag mit dem Vorwurf, warum ich die am Samstag gezogenen Lottozahlen nicht getippt habe? Auch zu Manz, dem Aktienverkauf von CEO Dieter Manz (was kann ich dafür) und meinem Nachkauf kamen etliche Kommentare. Dazu muss ich sagen, dass nur der Moment bis zu meinem Kauf oder Verkauf als Entscheidungsgrundlage herangezogen werden kann. Auf alles was danach passiert, habe ich weder Einfluss noch hatte ich vorheriges Wissen darüber.

Günstig an Auslandsbörsen handeln

Für die Zukunft bitte ich alle Leser des Blogs, Anleger meiner Zertifikate oder sonstige Personen darum, entsprechende Umgangsformen zu wahren und die Sinnhaftigkeit ihrer Kontaktaufnahme zu hinterfragen. Dazu gehört es sich sachlich und nicht emotionsgeladen zu äußern. Auf detaillierte Fragen zu einzelnen Depotpositionen werden ich (wenn nötig) nur in den jeweiligen Musterdepotauswertungen näher eingehen. Bitte bedenkt, dass jeder Anleger seine eigenen Entscheidungen treffen muss. Wenn sich mein EADS-Trade nicht so entwickelt wie ich mir das gedacht habe, dann verkaufe ich die Aktien nach meinem Tradingsszenario. Alles was nach meinem Verkauf passiert, gehört in die Rubrik Hätte, Wenn und Aber und ist nur rein theoretischer Natur. Jeder der das Musterdepot Zertifikat kauft, muss seine Entscheidungen selbst treffen. Wem also meine Aktien die ich ins Depot lege nicht gefallen oder wer der Ansicht ist, meine Kauf- und Verkaufspunkte sind schlecht, der muss mein Zertifikat verkaufen und darf sich nicht über meinen Tradingstil aufregen. Und wer bei seinen anderen Aktien und Fonds bei Mißerfolg nicht gleich den CEO oder den Fondsmanager anruft, der braucht das bei mir auch nicht tun. Bei RTL ruft doch auch niemand an, nur weil die heute ein Programm anbieten was unter aller Sau ist. Nein, hier wird einfach umgeschaltet. Um genau das gleiche möchte ich hier bitten. Wer mit meinem Tradingstil nicht einverstanden ist, soll bitte verkaufen und weiterziehen. Wer meinen Tradingstil nicht kennt, der sollte zuerst eine Zeit lang den Blog verfolgen und ältere Artikel lesen und dann die Entscheidung für einen Kauf der Zertifikate treffen. Was aber auf jeden Fall nicht passieren wird: Meine Tradingstrategie werde ich NICHT über den Haufen werden, nur weil andere auf einmal der Meinung sind, dass sie alles besser gemacht hätten. Erst recht nicht aufgrund teilweise sehr unverschämten Emails.

Falls es Leser gibt, die mir geschrieben haben und nicht wissen ob sie gemeint sind mit diesem Artikel. Ich sage es mal so: Wer keine Antwort in Form einer Email oder einer Kommentarfreischaltung inkl. Antwort bekommen hat, der sollte sich angesprochen fühlen. Allen anderen habe ich entsprechend geantwortet.

Damit möchte ich mich an dieser Stelle bei allen investierten Anlegern bedanken, die mir auch in unruhigen Phasen ihr Vertrauen aussprechen, indem Sie ihre Anteil nicht gleich verkaufen. Wer sich unsicher ist, kann gern jederzeit auf mich zukommen. Auch wenn ich nicht in der Tiefe alles beantworten kann, so werde ich auf jeden Fall antworten.