Das Musterdepot 2 ist nun investierbar und hat die ISIN-Nummer DE000LS9BGN3 von Wikifolio und Lang&Schwarz erhalten. Es kann nun in Form eines Zertifikates an der Börse gehandelt werden. Ihr spart euch dadurch sämtliche Transaktionskosten der einzelnen Trades und partizipiert 1:1 von der Wertentwicklung des Musterdepots. Der aktuelle Kurs des Zertifikats liegt bei 200,23 Euro und das investierte Kapital (AUM) beträgt 181.009,78 Euro. Weiterhin könnt ihr auch das Musterdepot 1 an der Börse handeln.

Günstig an Auslandsbörsen handeln

Der Start des Musterdepot 2 erfolgte im Oktober 2012. Lest euch bitte bei Bedarf die grundlegenden Informationen auf der Musterdepotseite durch. Die folgende Musterdepot-Auswertung erfolgte gestern Abend. Die Real-Time Aktienkurse findet ihr direkt auf der Musterdepotseite bei Wikifolio.

Musterdepot-Entwicklung:
Stand: Oktober 2013: 199.594,78 Euro
Depotwert aktuell: 201.284,47 Euro
Veränderung: +0,8%
1. Jahr: +99,6%

Zwischenstand des RmP-Musterdepots 2 – Kalenderwoche 51 / 2013

Kommentar:
In den letzten beiden Wochen hat das Musterdepot die bereits erzielten Performance Punkte wieder abgegeben. Der Wind wird rauher an der Börse. Zu beobachten ist dies daran, dass die Unternehmen zu den hohen Aktienkursen Kapitalmaßnahmen durchführen. Leider ist dies auch bei Manz passiert. Im Grunde ist das aber nichts schlimmes, denn mit dem Geld kann Manz sein Wachstum voran bringen. Wenn aber mehrere Faktoren zusammenkommen, die man vorher nicht auf dem Schirm hatte, dann kommt am Ende ein Ergebnis bei raus wie es im Moment da steht. Bestes Beispiel war die EADS Aktie. Tage lang wurde der Wert trotz im Grunde guter News abverkauft. Selbst der Bericht der geplanten Umstrukturierungsmaßnahmen am 9.12. brachten keinen Auftrieb. Aufgrund meines Stopkurses musste ich dann irgendwann die Reißleine ziehen. Erst am Folgetag, verkündete EADS seine neue Dividendenpolitik. Dies führte dazu, dass der Aktienkurs heute gut 4 Euro höher steht. Das ist gelinde gesagt einfach nur ärgerlich. Aber dennoch habe ich mit EADS im Musterdepot 2 eine gute Performance erzielt. Und für das Musterdepot 1 habe ich wie berichtet einen neuen langfrsitigen Dividendenwert gewonnen. Somit hake ich den den Trade als kleinen Kollateralschaden ab.

Günstig an Auslandsbörsen handeln

Nachdem die Kapitalmaßnahme vom Markt sehr gut angenommen wurde, ging der Kurs nach einigen Tagen trotzdem wieder in die Knie. Und dieses Mal deutlich. Was war der Grund? Der CEO Dieter Manz hat sich von eigenen Aktien im Wert von 2 Millionen Euro getrennt. Die Reaktionen Markt muss man aber erstmal verstehen. Die Ausgabe neuer Aktien im Wert von 26 Millionen Euro drückt den Kurs auf 60 Euro. Der private Verkauf in Höhe von 2 Millionen Euro des CEO, der bis vor kurzem noch mehr als 50% der Aktien in seinem Besitz hielt (Wert 140 Millionen Euro), treibt den Kurs auf unter 57 Euro. Im Prinzip kann ein so großer Verkauf nur bedeuten, dass der Chef selbst in der nächsten Zeit kaum höhere Kurse sieht und daher Kasse macht. Dabei hat er ordentlich Gewinn gemacht, denn im Jahr 2011 hat er massiv Manz Aktien gekauft zu Kursen um 23 Euro. Insgesamt waren dass gut 87.000 Aktien! Wie viel macht denn nun 87.000 Aktien mal einem durchschnittlichen Aktienkurs von 23 Euro? Richtig, in Summe hat Dieter Manz im Jahr 2011 genau 2.000.000 Euro ausgegeben um die Aktien zu kaufen! Und genau für diesen Betrag hat er nun wieder einen Teil der Aktien verkauft. Er hat damit offensichtlich nur reines Moneymanagement betrieben und seinen Einsatz und damit das Risiko aus dieser Position genommen. In seinem Tradingdepot verbleiben nun immer noch 55.000 Aktien neben den übrigen Unternehmensanteilen. Und wie hat Aktiencheck so schön geschrieben: An Gewinnmitnahmen ist noch niemand gestorben. Das sollten sich auch die Manz-Aktionäre kurz vor Weihnachten noch einmal vor die Augen führen. Was, wenn es sich bei dem Verkauf lediglich um genau dieses Szenario handelt?

Was will ich damit sagen? Auch für mich ist ein solcher Kurseinbruch ärgerlich. Zumal ich im Musterdepot weitere Manz Aktien nachgekauft hatte. Denn als ich die EADS Aktien verkaufte, stabilisierte sich der Kurs rund um die 60 Euro Marke. Wie in der vorherigen Musterdepotauswertung beschrieben, ist die 60 Euro Marke für mich ein Capital Pivotal Point. Leider drückte der Kurs nach meinem Kauf nochmals nach unten. Stand heute kann man sagen, dass die 57 Euro Marke sehr stark ist. Aber ob das in den kommenden Tagen auch noch so sein wird, muss sich auch erst zeigen. Fundamental hat sich zumindest nichts an meiner Einschätzung zu Manz verändert. Wobei, ein Punkt können wir wohl abhaken. Es wurde ja ein Großauftrag für Oktober / November in Aussicht gestellt. Da nun der Dezember auch fast rum ist, gehe ich davon aus, dass hier nichts mehr kommuniziert wird. Vielleicht war die Tatsache, dass der Großauftrag ausgeblieben ist, auch für den CEO ein Grund, sich jetzt vor Weihnachten um seine Gewinnmitnahmen zu kümmern.

Normalerweise werden am Ende eines Jahres von den großen Investoren die Aktien nachgekauft, die bereits sehr gut gelaufen sind. Dieses Windows Dressing wird gemacht, um die Depots schön aussehen zu lassen. Bei Manz wurden scheinbar so viele Gewinne erzielt (über 200%), dass Gewinnmitnahmen scheinbar besser in die Bücher passen. Nun muss der Jahresbeginn zeigen, wo die Investoren Manz im Jahr 2014 sehen. Sollte Manz sein ganzes Potential ausschöpfen können und die Investoren dies auch erwarten, dann dürfte es zu Jahresbeginn erneut freundlich aufwärts gehen. Positive Unternehmensnews sollten dabei allerdings auch eine große Rolle spielen.

In den nächsten Tagen und Wochen beobachte ich Manz sehr genau. Wie in der oben verlinkten Chartanalyse beschrieben, können nochmals Kurse von 52 oder 50 Euro angetestet werden. Hier muss sich zeigen, ob spätestens dann wieder die Käufer auf der Matte stehen. Ich persönlich rechne eher damit, dass sich der Aktienkurs über der wichtigen 60 Euro Marke orientieren wird.

Traderfox Chart Manz AG

Manz AG
WKN: A0JQ5U
ISIN: DE000A0JQ5U3