Das Thema passives Einkommen brennt mir schon länger unter den Nägeln. Denn nicht alles was sich passiv nennt ist ohne aktive Arbeit in Gang zu bringen. Gern versuche ich mal meine Gedanken für euch zu Papier zu bringen.

Als ich vor etlichen Jahren mit meinem Vermögensaufbau angefangen habe, nannte man dies noch Ich will mir Rücklagen aufbauen für später. Dann wurden unterschiedliche Begriffe wie finanzielle Freiheit oder Unabhängig aufgerufen und seit gar nicht all zu langer Zeit generiert man nun passives Einkommen. Eins haben alle Bezeichnungen gemeinsam. Es sollen genügend Erträge erzielt werden, von denen man später seinen Lebensabend bestreiten kann.

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Für mich handelt es sich um eine passive Einkommensquelle, wenn ich mehrere Jahre lang nicht Hand anlegen muss und die Einnahmen sich trotzdem stabil entwickeln bzw. kontinuierlich steigen. Leider erfüllt ein Großteil der unterschiedlichen passiven Einkommensquellen dieses Kriterium nicht. Auf den Unterschied möchte ich in diesem Artikel eingehen.

Passive Einkommen kann man aus den verschiedensten Einnahmequellen schöpfen. Bei allen gilt allerdings das gleiche Prinzip. Zu Beginn muss man etwas tun um später dauerhaft damit Geld zuverdienen. Unterscheiden muss man allerdings zwei Arten. Auf der einen Seite kann passives Einkommen mit Kapitaleinsatz erzielt werden, zum Beispiel durch den Kauf von Immobilien oder Aktien um deren Erträge abzuschöpfen.

Aber auch die Möglichkeiten passives Einkommen ohne Kapitaleinsatz zu generieren sind vielfältig. Man kann digitale Produkte wie EBooks, Webseiten, Online-Kurse und Blogs erschaffen, Fotos verkaufen, Affiliate-Marketing betreiben und viele weitere Dinge. Im Grunde ist man hier Unternehmer und geht einer Tätigkeit nach. Je nach Erfolg, erzielt man durchaus auch gut Einnahmen.

Wenn ich bei mir in die Vergangenheit blicke, dann bin bzw. war ich in sehr vielen Online-Themen unterwegs. Ich kann mittlerweile sehr gut abschätzen, welcher Bereich mit welchem Aufwand bespielt werden muss und mit welchen Einnahmemöglichkeiten dies einhergeht.

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Wer lieber was für die Ohren mag, dem kann ich mein Interview bei Nicole Heimbold und ihrem Happy Cashflow Podcast an die “Ohren” legen. In diesem kurzweiligen Interview lag der Fokus auf der Generierung von Cashflow. Wie kann man diesen erhöhen? Durch ständiges Ausgaben senken und Einnahmen maximieren. Tipps und Tricks wie ich vorgehe, kannst du dir gern im Podcast von Nicole anhören. Vergiß nicht ihr eine Bewertung dazulassen.

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Echtes passives Einkommen, wie ich es oben definiert habe, sehe ich persönlich nur im Bereich des Kapitaleinsatzes und nicht im Online-Bereich.

Wer in der Online-Szene etwas unterwegs ist, dem fällt sofort auf, dass heutzutage normale Unternehmer neumodisch Entrepreneur genannt werden. Und die Leute, die nur noch mit Notebook unter dem Arm reisend unterwegs sind, nennt man Digitale Nomaden. Oder eine Mischung aus allem. Hauptsache ein unaussprechlicher Name, der nicht jedem gleich erschließt, was man eigentlich macht. Es soll eher einen Life-Style bezeichnen.

Ich sehe mich weder als Preneur-Irgendwas noch als Nomade. Ich bin einfach ein Investor & Publisher. Ist zwar auch nur eine Bezeichnung, aber sie drückt etwas genauer aus, was ich eigentlich mache. Ich investiere und veröffentliche. Nicht mehr und nicht weniger. Ganz genau betrachtet, müsste ich es eigentlich Publisher & Investor nennen, aber das klingt irgendwie nicht so flüssig. 😉

Egal wie man sich nun in der Online-Welt nennt, unterm Strich machen alle das Gleiche. Sie arbeiten online an ihren verschiedenen Einkommensquellen und verdienen damit, solange sie mehr oder weniger aktiv sind, ihr Geld.

Passives Einkommen – die Probleme

Das Problem von passiven Einkommensquellen ohne Kapitaleinsatz ist, dass sie am Leben erhalten werden müssen. Und diese Tatsache rückt meistens in den Hintergrund. Zumindest bin ich über diesen Punkt noch nie irgendwo in der Szene gestolpert. Das derartige passive Einkommensquellen versiegen, sobald man sich nicht mehr um sie kümmert, dass erfährt man in der Regel nicht.

Oft kann man selbst gar nichts dafür oder dagegen tun, denn meist sind externe Faktoren schuld an geringeren Einnahmen. Aus eigener Erfahrung weiß ich wie schnell sich zuletzt sicher geglaubte passive Einnahmen in Luft auflösen können. Hier nur ein paar wenige Beispiele, da ich hier sicherlich auch ein Buch hätte füllen können:

Verkäufer von Fotos und Grafiken können ganz schnell von geänderten Algorithmen betroffen sein. Von heut auf morgen landen die eigenen Bilder nicht mehr günstig in den Suchergebnissen der Bildagenturen. Ja selbst eine Fotoagentur kann von einer anderen übernommen werden und die Einnahmen brechen weg. Auch die Zeit spielt gegen einen Stockfotografen. Alte Fotos sucht niemand, daher muss man ständig dran bleiben und neues Material produzieren. Alte Bilder landen automatisch in den Tiefen der Agentur, denn die Halbwertzeit ist sehr gering. Und wer glaubt, dass eine Verdopplung des Bildbestandes auch zu einer Verdopplung der Einnahmen führt, der wird schnell enttäuscht werden. Die heutigen Einnahmen werden langfristig gesehen nicht die Einnahmen in der Zukunft darstellen, wenn man aufhört zu produzieren.

Auch abhängig von Algorithmen sind Webseitenbetreiber. Man ist abhängig von den großen Suchmaschinen. Diese geben die Regeln vor. Schnell kann nach einem Update die eigene Webseite auf den hinteren Plätzen landen – Besucherstrom ade. Wer in einer Branche aktiv ist, in der die Konkurrenz groß ist oder aggressiv auftritt, der kann sich mitunter ständigen und obskuren Attacken ausgesetzt sehen. Offensichtlich ist es manchmal einfacher und günstiger einen hilflosen Konkurrenten aus dem Markt zu drängen, als das eigene Projekt voranzutreiben. Zudem muss man ständig neuen Entwicklungen hinterher sein. Software-Updates müssen eingespielt werden und regelmäßig bedarf es auch mal einem neuen Design. Ganz zu schweigen von frischen, authentischen und regelmäßigen Inhalten.

Abhängig ist man auch von den unterschiedlichsten Einnahmequellen, zum Beispiel von Affiliate-Programmen. Amazon hat zuletzt sein Partnerprogramm umstrukturiert. Bei vielen Nischenseiten die im Technikbereich unterwegs sind, gab es über Nacht große Überraschungen, als die Einnahmen wegbrachen. Auf praktisch jedem Reiseblog wird für die DKB-Bank geworben. Offensichtlich gibt es hier keine sinnvollen Alternative. Was, wenn die DKB-Bank das Modell einstellt, die Provision absenkt oder mit negativer Presse in Berührung kommt. Als langfristig sicher, kann man diese Einnahmen nicht betrachten.

Besser geeignet sind eigene digitale Produkte. Aber auch diese müssen dauerhaft gepflegt, aktualisiert und beworben werden. Das kostet mitunter viel Zeit und Geld. Wer 5 Jahre nichts dergleichen mehr unternimmt, dürfte am Ende kaum noch Einnahmen generieren. Benutzer merken schnell, wenn Projekte brach liegen. Zum Beispiel durch veraltete Links, keine Antwort auf Anfragen, Verwendung von alter Software, Fehlermeldungen usw. Und wie schnell kann es passieren, dass an der nächsten Ecke im Internet ein ähnlicher Online-Kurs oder ein vergleichbares Ebook für die Hälfte des Preises auftaucht? Ich wünsche es keinem, aber es ist die Realität.

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Passives Einkommen durch Kapitelerträge

Wer allerdings Kapital in die Hand nimmt und sich damit Einnahmen in Form von Mieten, Zinsen und Dividenden sichert, der kann dauerhaft von den Erträgen zehren. Vor allem ohne sich ständig darum kümmern zu müssen.

Allerdings sollte die Basis zuvor klar und sicher gewählt werden. Dazu zählen Immobilien sowie Dividendenzahler die sich seit Jahrzehnten bewährt haben. Zum Beispiel kleinere Wohneinheiten in guter Citylage. Im Aktienbereich gibt es Dividenden-Aristokraten die seit Ewigkeiten ihre Aktionäre an den Gewinnen beteiligen ohne die Zahlungen zu kürzen.

Royal Dutch ShellNur um kurz an dieser Stelle zwei Bespiele zu nennen: Royal Dutch Shell zahlt seit sieben Jahrzehnten (!!!) eine Dividende ohne diese zu kürzen, selbst in Zeiten niedriger Ölpreise wie in den 80er und 90er Jahren. Aber auch Procter & Gamble kann man hier ohne wenn und aber erwähnen. Seit 1890 erhalten die Aktionäre nun schon eine Dividende. Dabei unterbrach der Dividendenaristokrat in noch keinem Jahr die Dividendenzahlung! Diese und weitere Aktien habe ich in einer sehr umfangreichen Artikelserie näher unter die Lupe genommen. Hier findest du alle Artikel aufgelistet.

Vergleicht man diese historischen Zeiträume mit den Zyklen im Online-Business, dann sieht man schnell die entscheidenden Unterschiede. Was würde also am meisten Sinn machen?

Vielleicht sein Online-Business solang es möglich ist zu pushen, die Erträge abzuschöpfen und in echte passive Einkommensquellen zu investieren? Ich denke ja und genau so handle ich seit meiner ersten passiven Einnahme.

Mein Ziel war es immer sämtliche Gewinne aus dem Online-Business in den Vermögensaufbau zu pumpen. Bis auf wenige Ausnahmen ist mir das in all den Jahren gelungen. Wie machen es die ganzen Online-Marketer in der Entrepreneur-Szene?

Ich möchte gern wissen, was jemand der offensichtlich sehr gute Einnahmen mit seinem Online-Business generiert, mit seinem überschüssigen Geld macht. Wird das Geld überhaupt angelegt und wenn ja wie? Bleibt überhaupt etwas übrig oder werden die Einnahmen für den Lebensalltag (mit oder ohne Reisen) verbraucht. Denn wer hohe vierstellige oder auch fünfstellige Beträge im Monat verdient, der muss doch sein Geld langfristig anlegen. Um Erträge zu generieren, die in Zukunft die bisherigen Einnahmen kompensieren.

Um das herauszufinden, werde ich mich mal in der Entrepreneur- und Digitale Nomaden-Szene umhören und euch dann hier wieder berichten. Ich bin jetzt schon auf die Antworten gespannt.

Bis es soweit ist, möchte ich dir gern noch mein Buch an die Hand geben. Der Titel ist hier Programm: Starte deinen Geldkreislauf und starte mit der 25-Tage Challenge. In der Schritt-für-Schritt-Anleitung gehe ich mit dir jeden Tag ein anderes Thema durch. Zuerst kümmern wir uns um deine Ausgaben. Diese müssen auf breiter Front gesenkt werden. Hier gibt es das meiste Optimierungspotential. In den folgenden Kapiteln werden wir uns um deine Einnahmen kümmern. Auch hier zeige ich dir viele Stellschrauben, an denen du drehen kannst. Im letzten Schritt werden wir uns um deine Sparquote sowie um deine Rücklagen kümmern. Ab dann wird jeder freie Euro in deine Altersvorsorge fließen.