Passives Einkommen - Wichtige Unterschiede © Tatjana Balzer - Fotolia.comDas Thema passives Einkommen brennt mir schon länger unter den Nägeln. Denn nicht alles was sich passiv nennt ist ohne aktive Arbeit in Gang zu bringen. Gern versuche ich mal meine Gedanken für euch zu Papier zu bringen.

Als ich vor etlichen Jahren mit meinem Vermögensaufbau angefangen habe, nannte man dies noch Ich will mir Rücklagen aufbauen für später. Dann wurden unterschiedliche Begriffe wie finanzielle Freiheit oder Unabhängig aufgerufen und seit gar nicht allzu langer Zeit generiert man nun passives Einkommen. Eins haben alle Bezeichnungen gemeinsam. Es soll genügend Einkommen erzielt werden, von denen man später seinen Lebensabend bestreiten kann.

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Für mich handelt es sich um passives Einkommen, wenn ich mehrere Jahre lang nicht Hand anlegen muss und passives Einkommen sich trotzdem stabil entwickelt bzw. kontinuierlich steigert. Leider erfüllt ein Großteil der unterschiedlichen passiven Einkommensquellen, wie z.B. Zinsen auf Sparkonten, dieses Kriterium nicht. Auf den Unterschied möchte ich in diesem Artikel eingehen.

Um passives Einkommen aufzubauen, kann man aus den verschiedensten Einnahmequellen schöpfen. Bei allen gilt allerdings das gleiche Prinzip. Zu Beginn muss man etwas tun um später dauerhaft damit Geld zu verdienen und die individuelle Freiheit zu vergrößern. Unterscheiden muss man allerdings zwei Arten. Auf der einen Seite kann passives Einkommen mit Kapitaleinsatz erzielt werden, zum Beispiel durch den Kauf von Immobilien oder Aktien um deren Erträge abzuschöpfen.

Passives Einkommen ohne Kapitaleinsatz

Aber auch die Möglichkeiten passives Einkommen ohne Kapitaleinsatz zu generieren sind vielfältig. Man kann digitale Produkte wie EBooks, Webseiten, Online-Kurse und Blogs erschaffen, Fotos verkaufen, Affiliate-Marketing betreiben und viele weitere Dinge. Im Grunde ist man hier Unternehmer und geht einer Tätigkeit nach. Je nach Erfolg, erzielt man durchaus auch ein gutes Einkommen.

Wenn ich bei mir in die Vergangenheit blicke, dann bin bzw. war ich in sehr vielen Online-Themen unterwegs. Ich kann mittlerweile sehr gut abschätzen, welcher Bereich mit welchem Aufwand bespielt werden muss und mit welchen Einnahmemöglichkeiten dies einhergeht.

Echtes passives Einkommen, wie ich es oben definiert habe, sehe ich persönlich nur im Bereich des Kapitaleinsatzes und nicht im Online-Bereich.

Wer in der Online-Szene etwas unterwegs ist, dem fällt sofort auf, dass heutzutage normale Unternehmer neumodisch Entrepreneur genannt werden. Und die Leute, die nur noch mit Notebook unter dem Arm reisend unterwegs sind, nennt man Digitale Nomaden. Oder eine Mischung aus allem. Hauptsache ein unaussprechlicher Name, der nicht jedem gleich erschließt, was man eigentlich macht. Es soll eher einen Life-Style bezeichnen.

Ich sehe mich weder als Preneur-Irgendwas noch als Nomade. Ich bin einfach ein Investor & Publisher. Ist zwar auch nur eine Bezeichnung, aber sie drückt etwas genauer aus, was ich eigentlich mache. Ich investiere und veröffentliche. Nicht mehr und nicht weniger. Ganz genau betrachtet, müsste ich es eigentlich Publisher & Investor nennen, aber das klingt irgendwie nicht so flüssig. 😉

Egal wie man sich nun in der Online-Welt nennt, unterm Strich machen alle das Gleiche. Sie arbeiten online an ihren verschiedenen Einkommens Quellen und verdienen damit, solange sie mehr oder weniger aktiv sind, ihr Geld.

Passives Einkommen – die Probleme

Das Problem von passiven Einkommens Quellen ohne Kapitaleinsatz ist, dass sie am Leben erhalten werden müssen. Und diese Tatsache rückt meistens in den Hintergrund. Zumindest bin ich über diesen Punkt noch nie irgendwo in der Szene gestolpert. Das derartiges passives Einkommen versiegt, sobald man sich nicht mehr darum kümmert, dass erfährt man in der Regel nicht.

Oft kann man selbst gar nichts dafür oder dagegen tun, denn meist sind externe Faktoren schuld an geringerem Einkommen. Aus eigener Erfahrung weiß ich wie schnell sich zuletzt sicher geglaubtes passives Einkommen in Luft auflösen kann. Hier nur ein paar wenige Beispiele, da ich hier sicherlich auch ein Buch hätte füllen können:

Verkäufer von Fotos und Grafiken können ganz schnell von geänderten Algorithmen betroffen sein. Von heut auf morgen landen die eigenen Bilder nicht mehr günstig in den Suchergebnissen der Bildagenturen. Ja selbst eine Fotoagentur kann von einer anderen übernommen werden und das Einkommen bricht weg. Auch die Zeit spielt gegen einen Stockfotografen. Alte Fotos sucht niemand, daher muss man ständig dran bleiben und neues Material produzieren. Alte Bilder landen automatisch in den Tiefen der Agentur, denn die Halbwertzeit ist sehr gering. Und wer glaubt, dass eine Verdopplung des Bildbestandes auch zu einer Verdoppelung des passiven Einkommens führt, der wird schnell enttäuscht werden. Die heutigen Einnahmen werden langfristig gesehen nicht die Einnahmen in der Zukunft darstellen, wenn man aufhört zu produzieren.

Abhängigkeit von Algorithmen

Auch abhängig von Algorithmen sind Webseitenbetreiber. Man ist abhängig von den großen Suchmaschinen. Diese geben die Regeln vor. Schnell kann nach einem Update die eigene Webseite auf den hinteren Plätzen landen – Besucherstrom ade. Wer in einer Branche aktiv ist, in der die Konkurrenz groß ist oder aggressiv auftritt, der kann sich mitunter ständigen und obskuren Attacken ausgesetzt sehen. Offensichtlich ist es manchmal einfacher und günstiger einen hilflosen Konkurrenten aus dem Markt zu drängen, als das eigene Projekt voranzutreiben. Zudem muss man ständig neuen Entwicklungen hinterher sein. Software-Updates müssen eingespielt werden und regelmäßig bedarf es auch mal einem neuen Design. Ganz zu schweigen von frischen, authentischen und regelmäßigen Inhalten.

Abhängig ist man auch von den unterschiedlichsten Einnahmequellen, zum Beispiel von Affiliate-Marketing Programmen. Amazon hat zuletzt sein Partnerprogramm umstrukturiert. Bei vielen Nischenseiten die im Technikbereich unterwegs sind, gab es über Nacht große Überraschungen, als der Verdienst wegbrach. Auf praktisch jedem Reiseblog wird für die DKB-Bank geworben. Offensichtlich gibt es hier keine sinnvollen Alternative sich mit anderen Affiliate-Programmen sich weitere Erträge aufzubauen. Was, wenn die DKB-Bank das Modell einstellt, die Provision absenkt oder mit negativer Presse in Berührung kommt. Als langfristig sicher, kann man dieses Einkommen nicht betrachten.

Besser geeignet sind eigene digitale Produkte. Aber auch diese müssen dauerhaft gepflegt, aktualisiert und beworben werden. Das kostet mitunter viel Zeit und Geld. Wer 5 Jahre nichts dergleichen mehr unternimmt, dürfte am Ende kaum noch Einkommen generieren. Benutzer merken schnell, wenn Projekte brach liegen. Zum Beispiel durch veraltete Links, keine Antwort auf Anfragen, Verwendung von alter Software, Fehlermeldungen usw. Und wie schnell kann es passieren, dass an der nächsten Ecke im Internet ein ähnlicher Online-Kurs oder ein vergleichbares Ebook für die Hälfte des Preises auftaucht? Ich wünsche es keinem, aber es ist die Realität.

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Die Mythen des passiven Einkommens

Wir alle mögen die Idee, nach der Einrichtung eines Blogs oder Online-Shops keinen zusätzlichen Aufwand mehr leisten zu müssen und trotzdem passives Geld zu generieren. Wie vor langer Zeit, als es noch Zinsen auf Sparkonten gab. Aber das wirkliche Leben ist nie so einfach. Blog-Besucher erwarten ständig neue Inhalte. Menschen, die sich für einen Online-Kurs anmelden, erwarten persönliche Unterstützung, wenn sie auf ein Problem stoßen. Auf Plattformen für virtuelle Dienstleistungen entwickelt sich ein echter Konkurrenzkampf. Das Internet selbst ist ständig im Wandel begriffen. Sich etwas aufbauen bedeutet daher auch immer, es aktuell zu halten und zu pflegen, denn die Erträge die wir heute erzielen, werden uns nicht in der Zukunft garantiert.

Wenn du nicht deinen Teil dazu beiträgst, mit den Veränderungen in der Branche, den Kundenerwartungen und anderen Verantwortlichkeiten, die du in jedem “aktiven” Geschäft findest, Schritt zu halten, wird dein passives Einkommen schnell versiegen. Selbst wenn du Verantwortlichkeiten delegierst, musst du dich bei deinem Team melden, um sicherzustellen, dass die Aufgaben gemäß deinen Standards ausgeführt werden. Wahrscheinlich musst du auch ständig an deiner Idee feilen, damit sie relevant bleibt.

Passives Einkommen erfordert nach wie vor eine aktive Präsenz!

Es ist leicht anzunehmen, dass jeder an einem einzigen Wochenende einen Blog oder eine andere passive Einkommensquelle aufbauen kann. In Wirklichkeit erfordert die Schaffung einer Einnahmequelle, die dauerhafte Ergebnisse liefert, eine Menge Recherche und Aufwand, bevor du auch nur einen einzigen Cent verdienst und dabei von passivem Einkommen sprechen kannst.

Ein weiterer gefährlicher Mythos zu passivem Einkommen besteht darin, dass man mit einer einzigen Einnahmequelle das gesamte Geld, das man braucht, verdienen kann. Das ist so, als würdest du dein gesamtes Kapital in die Aktien eines einzigen Unternehmens stecken. Wenn sich diese Aktien gut entwickeln, wirst du dich natürlich freuen! Aber wenn ihre Kurse fallen, ist der Ofen ganz schnell aus.

So nutzen beispielsweise Blogger mit relativ geringem Webverkehr alles, von Affiliate-Links und dem Verkauf eigener Produkte bis hin zum Angebot von Online-Kursen und freiberuflichen Schreibdiensten auf diversen Plattformen, um zusätzliche Einnahmen aufbauen zu können. Wenn du deine Einnahmequellen diversifizierst, hast du eine größere Wahrscheinlichkeit, genug passives Geld zu verdienen, um davon leben zu können.

Selbst wenn du eine intensive Marktforschung durchgeführt hast und weißt, dass du etwas schaffst, für das sich die Leute interessieren werden, bedeutet das jedoch nicht, dass sie deinen Blog oder dein Produkt von allein finden werden um letztlich passiv Einkommen zu generieren.

Eine Website allein wird nicht ausreichen

Eine Website allein wird nicht ausreichen, damit potenzielle Kunden auf dich aufmerksam werden. Du solltest auch die Vorteile unterstützender Marketingkanäle wie soziale Medien, E-Mail-Listen, SEO- Kampagnen und sogar die Teilnahme an Branchengruppen und Foren zum Aufbau von passivem Einkommen nutzen.

Ironischerweise erfordert es Maßnahmen, um sicherzustellen, dass Kunden deine “passive Einnahmequelle” finden.

Von der Investition an der Börse bis zur Gründung eines kleinen Online-Unternehmens gehen viele Menschen davon aus, dass sie viel Geld brauchen, um ein passives Einkommen zu verdienen. Dies ist einfach nicht wahr. Du kannst auch mit geringen Beträgen an der Börse investieren. Für diejenigen, die einen eigenen Blog starten möchten, ist Webhosting oft für weniger als 10€ pro Monat erhältlich.

Zusätzliche Ersparnisse zu haben, die du für den Start deines Blogs oder deiner Geschäftsidee einsetzen kannst, kann sicherlich von Vorteil sein. Aber am Ende des Tages kommt es vor allem auf deine Bereitschaft an, sich die Zeit für die Recherche deiner Marktidee oder Investitionsmöglichkeit zu nehmen, um dauerhaft passiv Einkommen zu generieren.

Die richtige Arbeit im Hintergrund wird dir helfen, deine begrenzten finanziellen Ressourcen klug einzusetzen, damit du eine große Rendite auf deine ursprüngliche Investition erzielen kannst.

Passives Einkommen durch Kapitelerträge

Wer allerdings Kapital in die Hand nimmt und sich damit ein Einkommen in Form von Mieten, Zinsen, P2P Kredite und Dividenden sichert, der kann dauerhaft von den Erträgen zehren. Vor allem ohne sich ständig darum kümmern zu müssen.

Allerdings sollte die Basis zuvor klar und sicher gewählt werden. Dazu zählen Immobilien sowie Dividendenzahler die sich seit Jahrzehnten bewährt haben. Zum Beispiel kleinere Wohneinheiten in guter Citylage. Im Aktienbereich gibt es Dividendenaristokraten die seit Ewigkeiten ihre Aktionäre an den Gewinnen beteiligen ohne die Zahlungen zu kürzen.

Royal Dutch ShellNur um kurz an dieser Stelle zwei Bespiele zu nennen: Royal Dutch Shell zahlt seit sieben Jahrzehnten (!!!) eine Dividende ohne diese zu kürzen, selbst in Zeiten niedriger Ölpreise wie in den 80er und 90er Jahren. Aber auch Procter & Gamble kann man hier ohne wenn und aber erwähnen. Seit 1890 erhalten die Aktionäre nun schon eine Dividende. Dabei unterbrach der Dividendenaristokrat in noch keinem Jahr die Dividendenzahlung! Diese und weitere Aktien habe ich in einer sehr umfangreichen Artikelserie näher unter die Lupe genommen. Hier findest du alle Artikel aufgelistet.

Vergleicht man diese historischen Zeiträume mit den Zyklen im Online-Business, dann sieht man schnell die entscheidenden Unterschiede. Was würde also am meisten Sinn machen?

Vielleicht sein Online-Business solang es möglich ist zu pushen, die Erträge abzuschöpfen und in echte passive Einkommensquellen zu investieren? Ich denke ja und genauso handle ich seit meiner ersten passiven Einnahme.

Mein Ziel war es immer sämtliche Gewinne aus dem Online-Business in den Vermögensaufbau zu pumpen. Bis auf wenige Ausnahmen ist mir das in all den Jahren gelungen. Wie machen es die ganzen Online-Marketer in der Entrepreneur-Szene?

Wie sieht es bei dir aus?

Ich möchte gern wissen, was jemand der offensichtlich ein sehr gutes Einkommen mit seinem Online-Business generiert, mit seinem überschüssigen Geld macht. Wird das Geld überhaupt angelegt und wenn ja wie? Bleibt überhaupt etwas übrig oder wird das Einkommen für den Lebensalltag (mit oder ohne Reisen) verbraucht. Denn wer hohe vierstellige oder auch fünfstellige Beträge im Monat verdient, der muss doch sein Geld langfristig anlegen. Um Erträge zu generieren, die in Zukunft das bisherige Einkommen kompensieren.

Um das herauszufinden, werde ich mich mal in der Entrepreneur- und Digitale Nomaden-Szene umhören und euch dann hier wieder berichten. Ich bin jetzt schon auf die Antworten gespannt.

Bis es soweit ist, möchte ich dir gern noch mein Buch an die Hand geben. Der Titel ist hier Programm: Erfolgreich durch finanzielle Intelligenz und starte mit der 25-Tage Challenge. In der Schritt-für-Schritt-Anleitung gehe ich mit dir jeden Tag ein anderes Thema durch. Zuerst kümmern wir uns um deine Ausgaben. Diese müssen auf breiter Front gesenkt werden. Hier gibt es das meiste Optimierungspotential. In den folgenden Kapiteln werden wir uns um dein Einkommen kümmern. Auch hier zeige ich dir viele Stellschrauben, an denen du drehen kannst. Im letzten Schritt werden wir uns um deine Sparquote sowie um deine Rücklagen kümmern. Ab dann wird jeder freie Euro in deine Altersvorsorge fließen.