Depotneuaufnahme der Compass Group AktieHerzlich Willkommen zu einem neuen Dividenden-Alarm Artikel, welcher heute mal etwas anders aufgebaut ist, wie die sonstigen Artikel. So gibt es heute den Content, den sonst nur meine Dividenden-Alarm Mitglieder im integrierten Telegram Kanal erhalten. Es gibt heute also zeitversetzt das, was meine Mitglieder sonst frühzeitig und exklusiv erhalten.

Möchtest du weitere Aktienanalysen inkl. Markttiming lesen, dann empfehle ich dir, dich mit meiner Dividenden-Alarm Strategie auseinanderzusetzen. Im Rahmen der Mitgliedschaft bespreche ich unter anderem die aktuelle Marktsituation, ich beantworte zahlreiche Fragen meiner Mitglieder, poste direkt meine Live-Trades aus meinem eigenen Depot und ich stelle interessante Aktien Setups vor.

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Compass Group Aktie im Dividenden-Alarm

Und um solch ein Setup soll es heute hier im Artikel gehen. Wenn du mehr zur Dividenden-Alarm Strategie und deren Inhalte erfahren willst, auf die ich hier nicht näher eingehen, dann findest du einen guten Einstieg auf der Webseite Dividenden-Alarm.de.

Compass Group im Dividenden-AlarmAufgrund der Artikelveröffentlichung sind gewisse Zahlen heute natürlich nicht mehr aktuell. Aber es soll auch mehr darum gehen, dir an dieser Stelle ein wenig den Mitglieder-Content zu vermitteln. Ziel meiner Dividenden-Alarm Strategie ist es, nur in bestimmten Marktphasen aktiv zu werden und dann nur in bestimmte Aktien zu investieren. Im Fokus steht grundsätzlich eine Unterbewertung des Marktes, also der Börse bzw. Börsen, sowie unterbewertete Unternehmen. Es wird also auf den Dow Jones, Nasdaq und andere Leitbörsen geschaut, um die derzeitige Marktsituation zu erkennen. Im weiteren Schritt wird das entsprechende Unternehmen analysiert, ob eine Unterbewertung vorliegt. Wenn beides gegeben ist, erhalten wir ein interessantes Setup.

Vorstellen möchte ich dir heute das Unternehmen Compass Group (ISIN: GB00BD6K4575). Meinen Mitgliedern habe ich das Unternehmen bereits am 19.05.2020 vorgestellt und sie auch direkt darüber informiert, dass ich mir Compass Group Aktien zum Kurs von 11,79 Euro gekauft habe. Den Transaktionsbeleg meiner Order findest du wie immer auf der Unterseite Mein Depot.

Da ich nicht weiß, wann du diesen Artikel liest, schau bitte einfach selbst mal nach, wie der realtime Aktienkurs heute aussieht. Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich hier dank meines sehr guten Einstiegszeitpunktes schnell eine überdurchschnittliche Performance erzielen werde.

Links und Kennzahlen zur Compass Group

Was macht die Compass Group plc?

Die Compass Group ist ein Unternehmen aus Großbritannien und vielleicht nicht jedem bekannt. Ich wollte das Unternehmen schon immer in meinem Depot haben, nur hat sich leider bisher nie eine vernünftige Möglichkeit geboten, da die Aktie im Grunde immer teuer war. Dazu verlief der Chart immerzu von unten links nach oben rechts und es gab kaum die Chance mal in eine Unterbewertung zu kommen.

Kurz ein paar Details zur Compass Group plc für die Zuhörer, welche das Unternehmen nicht kennen. Es handelt sich bei der Compass Group um den größten Catering-Betreiber der Welt. Das mag jetzt vielleicht wenig spannend klingen, wenn man hierbei an private Hochzeitspartys denkt und dort Catering für 150 Personen braucht.

Die Compass Group ist allerdings der größte Verpflegungskonzern der Welt. Die über 600.000 Mitarbeiter produzieren jedes Jahr in nahezu 45 Ländern bis zu 5,5 Milliarden Mahlzeiten. Das Unternehmen fokussiert sich auf die Bereiche Gemeinschaftsgastronomie sowie Gebäudemanagement und ist global tätig. Betrieben werden Kantinen und Küchen in Industrieunternehmen, Universitäten, Schulen, Krankenhäuser, Behörden, Altersheimen, Sportstätten, Kreditinstituten sowie in unzähligen weiteren Branchen. Compass Mahlzeiten gibt es in Gefängnissen, auf Ölbohr-Plattformen und auch bei der Armee in Kriegsgebieten.

Auch wer in Zukunft wieder im Flugzeug sitzt und Hunger verspürt, wird aller Wahrscheinlichkeit nach ein Essen der Compass Group serviert bekommen. Die Compass Group betreibt neben eigenen Marken-Restaurants auch unter Lizenz Filialen von Costa Coffee, Subway, Starbucks und weiteren Franchise Ketten.

Zudem ist die Compass Group auch in den Bereichen Business und Office Service, Reinigungs- und Hausmeisterdienstleistungen, Grünflächen- und Straßenpflege wie auch unterstützend in den Bereichen Logistik, Transport und Sicherheit unterwegs.

Compass Group vor der Krise

Aktuell müssen wir aus unterschiedlichen Blickwinkeln auf das Unternehmen schauen. Wie lief es vor der Krise, was passierte während der Krise und wie könnte das Unternehmen aus der Krise kommen?

Aktienchart der Compass Group seit der FinanzkriseIn den letzten Jahren ist die Compass Group sehr stark und schnell gewachsen. Oft auch durch Zukäufe. Seit 2005 ist man weltweit der größte Caterer und hat viele namenhafte Kunden und Institutionen unter Vertrag. Auch der Aktienchart seit der Finanzkrise zeigt dies sehr eindrucksvoll.

Vor der Krise erzielte man im Jahr 2019 einen Umsatz von fast 25 Milliarden Euro und das Wachstum betrug in den letzten Jahren ca. 8%. Durch die Investitionen wuchs der Gewinn nur um moderate 3,8%, was unterm Strich kein Beinbruch ist.

Die Verschuldung könnte mit dem zwei- bis dreifachen Jahresgewinn getilgt werden. Als Zielwert gibt das Unternehmens das 1 bis 1,5-fache des Jahresgewinns als Verschuldung vor. Beim Return on Capital und Return on Equity werden bereits gute Werte mit 16% und 37% erzielt. Einzig die operative Marge könnte besser sein. Aktuell liegt sie bei 6%.

Die Dividende wurde, bevor sie für ein Jahr ausgesetzt wurde, seit 19 Jahren jährlich angehoben. Zuletzt im Schnitt mit 7% pro Jahr. Die solide Finanzbasis zeigte sich auch in einer guten Payout Ratio von 51%.

Compass Group während der Krise

Die Story von Compass liest sich wie das Who is Who der weltweiten industriellen Versorgung und es scheint auch ein riesiger Burggraben zu sein. Gleichzeitig wurde genau dieses Geschäftsmodell in der aktuellen Krise zum Hauptproblem. Der Flugverkehr kam zum erliegen, Kantinen weltweit haben ihren Betrieb eingestellt und Selbstversorgung im Home-Office wurde etabliert.

Das machte sich auch in den Quartalszahlen bemerkbar. Die Einnahmen sanken im März um 20% und im April bereits um 46%. Das Betriebsergebnis sank um 23%. Unterm Strich wurde vom Markt allerdings ein deutlich schlechteres Ergebnis erwartet und somit dürften die Zahlen positiv gesehen werden.

Um die Bilanz und Liquidität zu verbessern, hat die Compass Group eine Kapitalerhöhung um 2 Milliarden GBP verkündet. Dies verwässert natürlich den Aktien-Altbestand, weswegen es am 19. Mai 2020 auch zu einem starken Kursverfall kam.

Compass will aber nicht nur Cash anhäufen um überleben zu können. Vielmehr sieht CEO Dominic Blakemore zusätzlich auch die Chance weiter zu wachsen. Krisen bieten eben auch Chancen. Er sagte: „Eine starke Bilanz wird es uns ermöglichen, die Krise zu überstehen und gleichzeitig weiter in das Geschäft zu investieren, um unsere Wettbewerbsvorteile zu verbessern, unsere langfristigen Wachstumsaussichten zu unterstützen und unsere Position als Branchenführer im Bereich Lebensmitteldienstleistungen weiter zu festigen.”

Das klingt sehr ambitioniert und tatenfreudig und weniger wie ein leidtragendes Unternehmen in der Corona-Krise. Hier will man anpacken und gestärkt aus der Krise hervorkommen. Dazu wurden die Vorstandsgehälter um 30% gekürzt, die Investitionsausgaben reduziert und durch die Ausweitung von Kreditlinien kann Compass nun über 2,8 Milliarden GBP verfügen.

Zu guter Letzt wurde leider auch die Dividende für ein Jahr ausgesetzt, womit der sehr gute Track-Record von 19 Jahren jährlicher Dividendenerhöhung verloren wurde. Aber so ergeht es im Moment sehr vielen Unternehmen und viel wichtiger ist es die Krise zu überleben und gestärkt aus ihr herauszukommen.

Compass Group nach der Krise

Die maximalen Auswirkungen der weltweiten Corona Lockdowns und damit auch der Aktientiefs dürften wir gesehen haben. Wir befinden uns in einer Situation in der täglich mehr Betriebe wieder öffnen als schließen. Ergo hilft jede Kantinenöffnung der Situation von Compass.

Auf der Finanzseite sind Dividendenstreichungen und auch eine Kapitalerhöhung sicherlich nicht wünschenswert. Es hilft aber im Moment neben einer Liquiditätsabsicherung auch den Fokus auf lukrative Übernahmen zu legen. Cash und Schulden sind aktuell kein Problem mehr und die Quartalszahlen haben gezeigt, dass hier im Grunde alles im Lot ist, wenn es auch eine gewisse Delle zu spüren gab. Die Krise ist für Compass nicht existentiell, allerdings dennoch anspruchsvoll.

Nun werden die Schulden ausgeweitet, was aber im Grunde alle Unternehmen betrifft und hier keine Schieflage hervorrufen sollte. Die monatlichen Kosten wurden bereits durch verschiedene Maßnahmen um 500 Millionen GBP reduziert, was aufs Jahr gesehen eine Erleichterung und Ersparnis von 6 Mrd. GBP bringen wird.

Dazu gehe ich davon aus, dass wie berichtet in einem Jahr normal zur Dividendenzahlung zurückgekehrt werden kann. Da ab Juli 2020 weltweit auch der Flugverkehr wieder hochgefahren wird, kommen auch hier weitere Kapazitäten ans laufen.

Vergleichen wir die Compass Group heute mit der Situation in einem Jahr, dann besteht in der Tat eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass wir zumindest näher an der 20 Euro Kursmarke stehen werden. Dieser große und kurzfristige Kurszuwachs wird bei einer neu startenden Dividende zu einer hohen Einstandsdividendenrendite führen, die man sonst nur erreicht hätte, wenn man ein Unternehmen viele Jahre im Depot gehalten hätte.

Dividenden-Alarm Szenario

In diesem Absatz erfahren meine Dividenden-Alarm Mitglieder einige Details zur Compass Group im Zusammenhang mit den Dividenden-Alarm Auswertungen. Dazu gehört der Dividenden-Alarm Indikator mit einer möglichen Kaufphase und auch die Compass Group Aktie selbst mit einem möglichen Kaufsignal.

Wenn wir die Dividenden-Alarm Strategie konsequent umsetzen wollen, dann sind langfristig gesehen sämtliche Kurse innerhalb des im Chart eingezeichneten Vierecks (Indikatorschwelle + Kaufsignalschwelle) kaufenswert (gewesen). Klar ist es immer von Vorteil den Tiefpunkt einer größeren Marktbewegung zu erwischen, aber grundsätzlich reicht es aus, wenn wir innerhalb des eingezeichneten Fensters zuschlagen – und dort egal zu welchem Kurs. Selbst ein Kauf zu Kursen am oberen Ende der Range, bringt langfristig eine überdurchschnittliche Performance. Am Beispiel der Grainger Aktie habe ich dies bereits mal näher erklärt.

Warum habe ich mir die Compass Aktie gekauft?

Beginnen wir mit dem Kauf meiner Compass Aktien. Am 19. Mai 2020 habe ich meine Dividenden-Alarm Mitglieder im Telegram Kanal über den Kauf informiert, wie ihr an der eingeblendeten Grafik weiter oben sehen könnt. Dazu habe ich meinen Trade auf der Seite Mein Depot inkl. Transaktionsbelegt wie folgt veröffentlicht:

19.05.2020 Kauf Compass Group | 11,795 EUR | Transaktionsbeleg

Meine Gedanken, warum ich gerade jetzt die Aktien gekauft habe, kann ich am besten anhand des Charts erklären.

Am Tag der Verkündung der Quartalszahlen sowie der Kapitalerhöhung verlor die Aktie erneut mehr als 10% unter höherem Volumen. Nach dem starken Abverkauf während des Corona-Crashs gab es eine erste Erholung bis an die 16 Euro Marke. Dann begann vor den Quartalszahlen praktisch eine zweite aber kurze Welle beim Kursrückgang. Der Unterschied bestand allerdings darin, dass der Aktienkurs nicht mehr bis zum Tief während des Corona-Crashs gefallen ist, da jetzt deutlich mehr im Kurs eingepreist war. Anfang März noch, wusste man gar nichts. Nicht mit welchen Ausfällen man rechnen musste, noch was in der Bilanz alles zurechtgerückt werden musste.

Zum Zeitpunkt meines Kaufs, sah die Informationslage deutlich klarer aus. Wir kennen die ersten Auswirkungen in den Quartalszahlen, wissen um die Kapitalerhöhung, ärgern uns über den Dividendenausfall und wissen auch um die weltweiten Geschäftsschließungen. Wir wissen auch wie das Unternehmen mit dieser Situation umgehen will, was es dafür tut und bereits getan hat. Die Liquidität wurde auf Cash- und Kreditseite verbessert, täglich öffnen wieder einzelne Geschäftsbetriebe und auch die Dividende soll in einem Jahr wieder gezahlt werden. Und schlussendlich haben sich die Kurse nach der Panik bereits wieder erholt.

Alles ist praktisch bekannt und somit eingepreist. Das Risiko ist daher heute deutlich geringer und die Chancen überwiegen nun. Das CRV, also das Chance-Risiko-Verhältnis, ist daher für mich eindeutig besser, als noch vor einigen Wochen.

Welches Potential erhoffe ich mir?

Auch wenn es sich aktuell um keine Dividendenaktie mehr handelt, so kann ich gut damit leben, ein Jahr auf die Dividendenzahlung zu verzichten. Ich erhoffe mir innerhalb der nächsten 12 Monate eine hohe und überdurchschnittliche Gesamtperformance und ein wieder stark aufgestelltes Unternehmen. Vielleicht mit ein paar mehr Marktanteilen als vorher. Als Bonus erhalte ich dann noch eine komplett neue Dividende.

Im Chart oben eingezeichnet habe ich euch einige interessante Kursmarken. Mein Kauf erfolgte zu einem etwas höheren Preis als am Tief möglich gewesen wäre. Dafür ist das Chance-Risiko-Verhältnis aber deutlich besser. Sollte die Aktie lediglich Kurse von 16 Euro wieder anlaufen, dann hätte ich bereits einen Gewinn von 38% erzielt, der locker für eine 2-Jahres-Performance ausreicht. Die Rückkehr zu alten Hochs innerhalb der kommenden 2 Jahre, würde mir eine ordentliche Performance einbringen. Bei all den hohen Werten erkennt man schnell, dass die neu startende Dividende dann noch das i-Tüpfelchen bedeutet.