Unternehmensanalyse – Heineken N.V. Neben der Aktien Vorstellung zur Compass Group, gibt es heute bereits eine zweite Unternehmensvorstellung. Vorgestellt wird uns die Heineken Aktie und die Analyse wurde von meinem Kollegen Alexander Kelm erstellt. Alexander ist ebenfalls an der Börse zu Hause und betreibt einen Blog Kelminvestment.com. Wir wollen durch diesen Artikel nicht nur den Bierabsatz erhöhen, indem wir euch das Bier schmackhaft machen, sondern beleuchten mal die Aussicht auf zukünftige Gewinnchancen. Für meine Dividenen-Alarm Mitglieder gibt es im weiteren Verlauf des Artikels auch einen exklusiven Absatz. Viel Spaß beim Lesen und lasst Alexander gern mal einen Kommentar da.

Unternehmensanalyse – Heineken N.V. Der zweitgrößte Bierproduzent der Welt – Eine Holländische Perle zum Genießen!

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Ein Gastartikel geschrieben von Alexander Kelm, leidenschaftlicher Value Investor und Inhaber von Kelm Investment.

Unternehmensprofile – Heineken N.V.

Der Beginn eines Weltkonzerns

Gerard Adriaan Heineken ging als Gründer der niederländischen Brauerei Heineken, einer der größten Brauereien der Welt, in die Geschichte ein.
Gerard Adriaan Heineken kaufte am 15. Februar 1863 die damals 300 Jahre alte Dampfbierbrauerei Hooiberg am Nieuwezijds Voorburgwal in Amsterdam. Die industrielle Revolution war zu dieser Zeit in vollem Gange, und Heineken konnte das Unternehmen durch den erhöhten Bierabsatz in kurzer Zeit ausbauen. Am 16. Dezember 1863 gründete er Heineken & Co.
Das Unternehmen wuchs schnell, was bedeutete, dass innerhalb weniger Jahre eine neue Brauerei gebaut werden musste. Der Bau dieser neuen Brauerei begann 1867 an der Stadhouderskade in Amsterdam. Sechs Jahre später wurde eine weitere Brauerei am Crooswijk-Kanal in Rotterdam eingeweiht. Von den ersten Jahren an konzentrierte sich das Unternehmen auch auf die Exporte ihres Bieres, zum Beispiel nach Niederländisch-Ostindien (heute Indonesien) und nach Frankreich. Im Jahre 1873 wurde der Name der Brauerei in Heinekens Bierbrouwerij Maatschappij N.V. geändert.
Gerard Adriaan Heineken legte großen Wert auf die Qualität des Bieres und erkannte bald die Bedeutung der neuen Art des Bierbrauens, die in Deutschland entwickelt worden war. Dort ging der Trend von der Obergärung zur Untergärung über. Heineken unternahm mehrere Reisen durch Europa, um die richtigen Rohstoffe für diesen neuen Biertrend zu finden.
Heineken & Co erhielt ein eigenes Labor zur Überwachung der Qualität aller verwendeten Rohstoffe. Als Leiter des Labors wurde ein Schüler des französischen Chemikers und Biologen Louis Pasteur Dr. Elion. Er entwickelte die Hefe Heineken A, die 1886 einsatzbereit war. Diese Hefe ist nach wie vor ein wichtiger Bestandteil des Heineken-Biers.

Medaille d’Honneur

Die Bemühungen von Gerard Adriaan Heineken, ein Qualitätsbier zu entwickeln, wurden 1889 belohnt. In diesem Jahr wurde Heineken auf der Pariser Weltausstellung mit der goldenen „Medaille d’Honneur“ ausgezeichnet.
Gerard Adriaan Heineken starb am 18. März 1893. Sein Unternehmen war zu einer der größten Brauereien in den Niederlanden herangewachsen. Jährlich wurden mehr als 200.000 Hektoliter Bier verkauft, was zu einem großen Gewinn führte. Heinekens Enkel Alfred Henry Heineken (1923-2002) baute die Brauerei später zu einem internationalen Konzern aus.

Heineken Heute

Heineken – die internationalste Brauerei der Welt. Sie ist der führende Entwickler und Vermarkter von Premium-Bier- und Apfelweinmarken. Unter der Führung der Marke Heineken verfügt die Gruppe über ein Portfolio von mehr als 300 internationalen, regionalen und lokalen Bieren und Cidre-Spezialitäten. Sie setzt auf Innovation, langfristige Branding, disziplinierte Vertriebsdurchführung und gezieltes Kostenmanagement.
Durch Brewing a Better World ist die Nachhaltigkeit im Unternehmen verankert und liefert einen Mehrwert für alle Interessengruppen. Heineken verfügt über eine ausgewogene geografische Präsenz mit führenden Positionen, sowohl in entwickelten als auch in sich entwickelnden Märkten.
Heineken beschäftigt über 80.000 Mitarbeiter und betreibt Brauereien, Mälzereien, Apfelweinfabriken und andere Produktionsstätten in mehr als 70 Ländern.

Das Geschäftsmodell von Heineken

Heineken ist stolz darauf, ein Brauer und Hersteller eines einzigartigen Markenportfolios zu sein. Heineken stellt sich gerne als Bierproduzet dar, der über bekannte Marken verfügt, die Kunden in den Niederlanden sowie in der ganzen Welt zusammenbringt. Erfolgreiche Marken, die Brücken bauen und Barrieren beseitigen. Indem Heineken Momente bereichert, Erfahrungen vertieft und Menschen verbindet. Auf diese Weise lebt Heineken die Bierkultur in der Heimat und in der ganzen Welt. Heineken sieht sich als Botschafter eines einzigartigen Getränks, das über eine besondere Beliebtheit verfügt. Heineken hat seine Marken in zwei Kategorien unterteilt:

Bier

Heinekens Braumeister brauen das Bier, das die ganzen Niederlande liebt. Des Weiteren fallen unter dem Biersortiment die Marken: Amstel, Desperados, Sol, Tiger, Birra Moretti, Affligem, Lagunitas und Mort Subite sowie unter verschiedenen anderen regionalen und lokalen Marken an.

Apfelwein

In der Ciderie produzeiert Heineken seligen Apfelweine. Aus dem reinen Saft den gepressten Äpfeln werden die Marken: Strongbow Apple Ciders, Orchard Thieves, Cidrerie Stassen, Bulmers, Old Mout und Blind Pig hergestellt.
Heineken vertreibt seine Produkte über Vertriebshändler an die potenziellen Einzelhändler, Bars und Restaurants. Das Unternehmen wurde 1864 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Amsterdam, Niederlande. Heineken N.V. ist eine Tochtergesellschaft der Heineken Holding N.V.

Familie Heineken Holding

Heineken N.V. gehört zu 50 % zu der Familieneigenen Holding, der Heineken Holding. Die Aufgaben der Heineken Holding ist die Leitung und Kontrolle des Managements der Heineken-Gruppe sowie Dienstleistungstätigkeiten für Heineken NV. Die Heineken Holding engagiert sich nicht an operativen Tätigkeiten der Gruppe. Diese werden innerhalb des Heineken-Konzerns von Heineken NV und ihren Tochtergesellschaften ausgeführt. Die Heineken Holding NV hat ihren Hauptsitz ebenfalls in Amsterdam.

Qualitative Analyse

Der zweitgrößte Bierproduzent der Welt tut genau das was sein Name vermuten lässt. Der Fokus bei Heineken N.V. liegt vor allem in den Bereichen der Bier- und Apfelweinherstellung. Das Unternehmen erwirtschaftet in erster Linie Erträge durch die Herstellung und den anschließenden Verkauf der Bierprodukte.
Heineken strukturiert seine Kundenbeziehungen als langfristige Partnerschaften mit dem Ziel, Menschen zu verbinden und ein wunderbares Erlebnis für seine potenziellen Kunden zu erschaffen.

Fundamentalanalyse - Heineken N.V.

Konkurrenz

Das Biergeschäft ist riesig. Da der globale Biermarkt eine aufblühende Industrie hervorbringt, werden die 10 größten Bierunternehmen der Welt auch in den kommenden Jahren den Markt dominieren. Bier ist derzeit das am meisten konsumierte alkoholische Getränk und eines der am häufigsten konsumierten Getränke der Welt. Im Wettbewerb herrscht auf dem globalen Biermarkt seit langem eine unruhige Ruhe. Die großen Bierkonzerne der Welt haben sich Gebiete abgegrenzt, während sie in unmittelbarer Nähe zu ihren Konkurrenten operieren.
Meine Marktforschung hat ergeben, dass neben dem beträchtlichen inkrementellen Wachstum des globalen Biermarktes die jährliche Wachstumsrate des Marktes in naher Zukunft voraussichtlich stabil bleiben wird. Veränderungen sind ein notwendiges Merkmal in der Bierindustrie. Das Zielpublikum hat sich weiterentwickelt, und die Biermarken müssen sich entsprechend anpassen. Eine Flut neuer Biermarken ist ins Spiel gekommen, während bestehende Unternehmen eine breite Palette neuer Produkte entwickelt haben. Es überrascht nicht, dass der Wettbewerb hart ist.
weltweit größten Bierproduzenten - Quelle: Barth Haas Bericht 2018/2019Heinekens stärkster Konkurrent und Marktführer mit einem Marktanteil von knapp 30% ist AB InBev aus Belgien. Die Belgier produzieren einen Bierausstoß mehr als Doppel so viel wie Heineken oder anders gesagt, wie Heineken, China Res. Snow Breweries und Carlsberg zusammen. Die enorme Größe der Belgier macht den der Konkurrenz schon sehr zu schaffen und der Wettbewerb ist enorm. Aber eine negative Sache gibt es bei Anheuser, sie haben sich in den letzten Jahren immens überschuldet, die sie mehrere große Übernahmen getätigt haben. Am 10. Oktober 2016 übernahm Anheuser den damaligen zweitgrößten Bierproduzten SAB Miller für 93,8 Milliarden Euro.
Genau diese vielen Aufkäufe von Anheuser erzeugt einen großen Schuldenberg in der Unternehmensbilanz. Weitere Wettbewerber unter den Top 5 sind China Res. Snow Breweries, Carlsberg und Molson Coors.
Als zweitgrößter Bierproduzent und Perle der Niederlande hat Heineken nur ein Ziel, sich weitere Marktanteile von Anheuser-Busch zu erkämpfen. Die darauffolgenden Konkurrenten aus Dänemark, USA und China kann Heineken stets auf Abstand halten, aber es sollte vorsichtig sein, da besonders das Reich der Mitte auf den Geschmack des Bieres gekommen ist. Die Chinesen mausern sich langsam zur einer Biernation und das Verlangen nach dem kühlen Blonden steigt vor allem hier.
Somit wird eines sehr schnell sehr deutlich. Der internationale Markt der Bierproduzenten ist hart umkämpft und es gibt genügend Konkurrenz, aber er ist auch fest im Besitz von drei europäischen Unternehmen.

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Kennzahlen

Die Amsterdamer sind für einen Bierproduzenten solide finanziert und kann auf eine Eigenkapitalquote von 37 % aufweisen. Es sind nicht die verlangten 50%, aber die Heineken N.V. kann immer noch auf die Kapitalreserven die Familien Holding zurückgreifen, die in der Not einspringen kann. Der Reingewinn hat sich in den letzten zehn Jahren kaum verändert. Er pendelte sich mit einem Durchschnittswert von 10% ein. Leider weißt die Zahl nicht daraufhin, ob Heineken über einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil verfügt. Dies ist auch sehr ungewiss, weil der weltweite Biermarkt sehr umkämpft ist. Aber für so einen umkämpften Markt eine durchschnittliche Net Margin von 10% zu erzielen, lässt auf Gutes hoffen.

Kennzahlen - Heineken N.V.
Laut den Kennzahlen weist die Heineken N.V. vor, dass es sich um eine fair bewertete Aktie handelt. Es ist auf die Kennzahlen KGV, KBV, KCV und KUV zurück zu führen, da sie sich sehr moderat geben und um ihre jeweiligen Richtwerte liegen. Ein großer Pluspunkt für die Dividendenjäger unter uns, ist dass natürlich Heineken auch eine angemessene Dividende ausschüttet. Es besteht durchaus die Option bei einem solchen Unternehmen zuzuschlagen, da in solchen Zeiten vor allem solide Unternehmen, diese kritischen Phasen überstehen können, nachdem die Kurse international stark nachgegeben haben. Auch viele Analysten schätzen die Heineken-Aktie an der Börse als kaufenswert ein.

Dividenden

Die Dividendenpolitik von Heineken N.V. und Heineken Holding N.V. zielt darauf ab, die Unabhängigkeit des Unternehmens zu wahren, eine gesunde Finanzstruktur zu erhalten und ausreichende Gewinne einzubehalten, um das Unternehmen sowohl organisch als auch durch Akquisitionen wachsen zu lassen. Die Dividendenzahlungen hängen von der jährlichen Entwicklung des Nettogewinns vor Sonderposten und Abschreibung von Marken (Nettogewinn) ab, was einer Dividendenausschüttung von 30-40% entspricht. Die Dividenden werden in Form einer Zwischendividende und einer Schlussdividende ausgezahlt. Die Zwischendividende ist auf 40% der Gesamtdividende des Vorjahres festgelegt. Jährliche Dividendenvorschläge unterliegen weiterhin der Zustimmung der Aktionäre. Anbei eine kleine Übersicht der letzten Dividendenausschüttungen der Heineken N.V. Leider hat Heineken seine Zwischendividende für das Jahr 2020 gestrichen. Der Grund der Dividendenstreichung war bzw. ist die angespannte Situation in Zeiten der Coronakrise.

Dividende Heineken - Quelle: Börsen-Zeitung.de

Zukünftige Pläne

Innovation ist entscheidend, um eine nachhaltige Zukunft von Heineken zu sichern. Die Welt ist im Wandel. Und das Unternehmen muss sicherstellen, dass es die Chancen, die der Wandel bietet, optimal nutzt. Und dies soll mit Portfolioerweiterungen, neuen Technologien, neuen Geschäftsmodellen und mit nachhaltigeren Angeboten geschehen. Heineken möchte vor allem Ansprechend auf den sich ändernden Geschmack der Verbraucher sowie relevant in einer sich verändernden Wirtschaftslandschaft sein.

Heineken begrüßt den Wandel – wie die Amsterdamer es immer getan haben. Es begann, als Gerard Heineken 1886 die spielverändernde A-Hefe erfand. Dies revolutionierte die Qualität und den Geschmack des Heineken-Bieres und brachte das Unternehmen auf einen Weg des Wachstums und der Innovation. Bei Heineken ist Innovation im gesamten Unternehmen verankert. Überall auf der Welt verfügt es über Innovatoren, die lokale Bedürfnisse verstehen und diese in Chancen verwandeln. Gleichzeitig nutzt es seine globale Präsenz, indem es die erfolgreichsten Ideen skaliert und die Entwicklung relevanter Technologien beschleunigt.
Damit treibt es das Engagement, neue Lösungen zu finden, in eine immer strahlendere Zukunft. Heineken hat zwei Programme gestartet, um diese Lösungen zu finden: den hauseigenen Accelerator iLABS (es handelt sich um eine Coworking-Space, indem sich Startups mit Heineken über Technologien austauschen, neue Innovationen entwickeln oder Heineken in Startup Ideen investiert, um auch in Zukunft von Innovationen zu profitieren. und die offene Innovationsplattform The Brewhouse.

Im Juni 2020 steht dem Konzern ein Wechsel an der Spitze bevor. Der langjährige Chef Jean-Francois van Boxmeer wird seinen Posten ein Jahr früher als geplant aufgeben und vom Niederländer Dolf van den Brink ersetzt. Van den Brink, der bislang die Geschäfte in den USA und Mexiko verantwortet, sei die logische Wahl gewesen.

Die wichtigsten Herausforderungen

Eine wichtige Herausforderung für Heineken besteht darin, das Brauen für wechselnde Verbrauchergeschmäcker zu sichern. Das Unternehmen ist in der Lage, als die internationalste Brauerei der Welt zu florieren, weil es die Bedürfnisse, Wünsche und Anforderungen seiner Kunden auf der ganzen Welt wirklich versteht. Dies umfasst alles, was die Kunden in ihrer Liebe zu den Produkten verbindet, aber auch die regionalen und lokalen Unterschiede, die dieses Gefühl von guten Geschmack eines Bieres einzigartig macht.

Da sich die Geschmäcker der Verbraucher ändern, entwickelt Heineken die Marken und Biere, die es braut, weiter. Vielfalt, Gesundheit und Nachhaltigkeit sind große Themen auf der Tagesordnung. Im Laufe der Jahre hat dies zu einem Portfolio von über 300 internationalen und lokalen Marken geführt. Innerhalb dieses Portfolios steht eine wachsende Zahl erfolgreicher alkoholarmer und alkoholfreier Varianten zur Verfügung, wie z.B. Radler und Heineken 0.0. Dieser Tatsache ist es geschuldet, dass Analysten die Aktie besser bewerten als viele andere Wertpapiere der Branche.

Dividenden-Alarm Szenario

In diesem Absatz erfahren meine Dividenden-Alarm Mitglieder einige Details zu Heineken im Zusammenhang mit den Dividenden-Alarm Auswertungen. Dazu gehört der Dividenden-Alarm Indikator mit einer möglichen Kaufphase und auch die Heineken Aktie selbst mit einem möglichen Kaufsignal.

Wenn wir die Dividenden-Alarm Strategie konsequent umsetzen wollen, dann sind langfristig gesehen sämtliche Kurse innerhalb des im Chart eingezeichneten Vierecks (Indikatorschwelle + Kaufsignalschwelle) kaufenswert (gewesen). Klar ist es immer von Vorteil den Tiefpunkt einer größeren Marktbewegung zu erwischen, aber grundsätzlich reicht es aus, wenn wir innerhalb des eingezeichneten Fensters zuschlagen – und dort egal zu welchem Kurs. Selbst ein Kauf zu Kursen am oberen Ende der Range, bringt langfristig eine überdurchschnittliche Performance. Am Beispiel der Grainger Aktie habe ich dies bereits mal näher erklärt.

Fazit

Heineken zahlt seine Dividende in zwei Tranchen im Jahr aus. Hier fließt das Geld an die Aktionäre jeweils im Mai und August. Im Jahr 2019 betrugen die Dividendenzahlungen insgesamt 1,65 Euro je Anteilsschein. Legt man den derzeitigen Kurs zugrunde, errechnet sich so eine aktuelle Dividendenrendite von 1,8 %. Es erscheint auf den ersten Blick nicht viel, was man bei Heineken als Anfangsrendite erhält. Doch der Konzern gilt als zuverlässiger Zahler und seit dem Jahr 2015 wurde die Dividende auch jedes Jahr erhöht. Damals flossen nur 1,18 Euro je Aktie an die Aktionäre. Setzt man dies ins Verhältnis zu der in diesem Jahr gezahlten Ausschüttung, sieht man hier einen Anstieg von immerhin fast 40 %. Aktuell wurde die Schlussdividende von 1,04 Euro bereits am 27. April 2020 ausgeschüttet. Die jeweilige Zwischendividende wurde in den letzten Jahren immer um 5 Cent erhöht, somit können wir von einer Zwischendividende von 0,69 Euro rechnen. Das wäre auf Jahr 2020 einer Gesamtdividende von 1,73 Euro. Gegenüber den Konkurrenten wie zum Beispiel Carlsberg oder AB InBev sehe ich bei Heineken einen viel höheren weltweiten Bekanntheitsgrad und eine hervorragende Marktstellung, die das Unternehmen für sich beanspruchen kann. Ich bin zuversichtlich, dass Heineken die Probleme in den Griff bekommt und sich die Aktie dann wieder in Richtung neuer Höchstkurse aufmachen könnte. Denn der Konzern hatte schon mit größeren Herausforderungen zu kämpfen als mit einem etwas langsamer ansteigendem EBIT. Für mich ist und bleibt Heineken deshalb ein sehr gutes und aussichtsreiches Investment im Getränkesektor.
Fairer Wert: 65 Euro – 75 Euro
Aktueller Kurs (08.05.2020): 75,70 Euro
Ich wünsche euch einen schönen Tag und viel Erfolg beim Investieren!
Euer freundlicher Value Investor aus Münster

Autor

Alexander Kelm betreibt die Website Kelm Investment. Hier schreibt der leidenschaftliche Value Investor ausführliche Beiträge zum Thema „Intelligentes Investieren“. Intelligentes Investieren beinhaltet die Analyse der Fundamentaldaten eines Unternehmens und kann durch eine intensive Konzentration auf den Kurs einer Aktie, ihren inneren Wert und dem Verhältnis zwischen beiden charakterisiert werden.
Alexander Kelm bietet Investment Coachings, sowie Workshops zum Thema Aktieninvestments an
Zusammen mit Bavarian Value moderiert er die Facebook-Gruppe The Value Investing Circle.
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