Im Juli 2010 habe ich den Artikel Mit der richtigen Strategie Aktiengewinne sichern veröffentlicht. Dort habe ich beschrieben, wie ich meine Fonds und Aktien mit Stop-Loss Orders absichere. Immer an meinem Finanztag prüfe ich sämtliche Aktien- und Fondskurse und ziehe manuell die Verkaufsorders nach. Der Vorteil bei dieser “manuellen” Variante ist, dass ich größere Schwankungen während eines Monats außen vor lasse und meine Aktien und Fonds dadurch länger im Depot behalte. Das ganze geht im Prinzip auch automatisch. Blog-Leser Manuel hat dazu im oben genannten Artikel einen hilfreichen Kommentar geschrieben, auf den ich heute etwas näher eingehen will.

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Dies ist ein Auszug aus meinem neueren und vollständig überarbeiteten Artikel: Wie funktioniert eine Trailing Stops Order?

Manuels Kommentar:
Noch interessanter als das normale Stop-Loss-Limit ist sicherlich das Dynamische Stop-Loss-Limit. Einfacher als damit geht die Absicherung wirklich nicht mehr.

Wie funktioniert ein dynamischer Stop-Loss?
Im Prinzip ganz einfach. Nachdem ihr eine Aktie gekauft habt, setzt ihr sofort wieder eine Verkaufsorder ins System. Zum Beispiel 10% unter dem Kaufkurs. Dadurch ist Ihr Wertpapier nun gegen größere Verluste als 10% gesichert. Wenn der Aktienkurs nun etwas sinken würde, verbleibt euer Stopkurs bei 10% unter dem Einkaufskurs, bis er den Wert erreicht und die Aktie verkauft wird. Erst wenn die Aktie über den Kaufkurs steigt, wird die Verkaufsorder im Abstand von 10% automatisch nachgezogen. Alternativ könnt ihr statt eines Prozentwertes auch einen Geldwert eingeben. Der Abstand wird dann zum Beispiel 10,- Euro zwischen aktuellem und dem Verkaufskurs betragen.

Die folgenden Beispiele erklären es etwas besser. Das erste Beispiel bei Eingabe eines Prozentwertes und das zweite Beispiel mit einem Geldwert.

Erstes Beispiel:
Im Depot liegt eine Aktie im Wert von 100,- Euro. Die Stop-Loss Order soll bei 10% unter diesem Kurs liegen. Dies wären in dem Fall 90,- Euro. Wenn die Aktie nun Schritt für Schritt auf 150,- Euro steigt, wird der Stop-Loss immer im Abstand von 10% nachgezogen. Somit steht er nun bei 135,- Euro. Der prozentuale Abstand ist der selbe, der Abstand gemessen am Geldbetrag hat sich aber vergrößert. Vorher waren es 10,- Euro und nun sind es 15,- Euro. Erst wenn die Aktie mehr als 10% verliert, wird Sie verkauft.

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Zweites Beispiel:
Die gleiche Aktie liegt im Depot. Diesmal wird aber ein Stopkurs ins System eingegeben, welcher 10,- Euro unter dem aktuellen Kurs liegt. Auch hier beträgt der Start-Stopkurs nun 90,- Euro. Wenn die Aktie (wie im obigen Beispiel erwähnt) auf 150,- Euro steigt, sieht man schön den Unterschied. Der Abstand von 10,- Euro führt dazu, dass der neue Stopkurs bei 140,- Euro stehen bleibt. Allerdings verringert sich der prozentuale Abstand. Es sind nun nicht mehr wie im ersten Beispiel 10% sondern nur noch 6,66% Abstand. Je höher der Aktienkurs steigt, desto kleiner wird der prozentuale Abstand und je eher wird die Aktie somit ausgestoppt.

Leider bieten noch nicht sehr viele Broker, Banken und Börsenplätze den dynamischen Stop-Loss oder auch Trailing-Stop-Loss an. Probiert in Zukunft einfach beide Varianten immer wieder mal aus. Wichtig ist, dass ihr überhaupt Stopkurse setzt. Lieber einen kleinen Verlust in Kauf nehmen, als auf großen Verlusten ewig sitzen bleiben.